, Kimberley

Turnfest Seengen 2026

Das Turnfest 2026 in Seengen haben wir in zwei Etappen bestritten.

Geräteriege – 13. Juni 2026

Den Auftakt machte die Geräteriege am Samstag, 13. Juni 2026. Frühmorgens ging es nach Seengen, wo die jungen Turnerinnen und Turner gleich mit der Pendelstaffette ins Geschehen starteten. Hochmotiviert flitzten sie über das Feld und liessen mit einer Note von 8.73 alle anderen Jugendriegen hinter sich – die beste Note der Jugendriege in dieser Disziplin.

Weiter ging es in die Turnhalle, wo das Sprung- und Bodenprogramm auf dem Programm stand. Die Geräteriege zeigte top Leistungen und wurde dafür mit 8.69 im Sprung und 8.45 im Boden belohnt. Das ergab eine Gesamtnote von 25.87 und einen hervorragenden 4. Rang im 3-teiligen Vereinswettkampf der 2. Division – unter 20 Vereinen. Damit hat die Geräteriege eindrücklich bewiesen, dass man mit Einsatz, Talent und wenig roten Glitzer in den Haaren weit kommt.

Nach dem Wettkampf erkundete man noch das Festgelände, bevor es – nach einem sehr verspäteten Mittagessen und einem Glace – wieder heimging. Herzliche Gratulation an die Geräteriege zu dieser tollen Leistung!

 

Aktivriege – 20. Juni 2026

Eine Woche später war die Aktivriege dran. Mit Schlaf in den Augen und dem Zug als Verkehrsmittel reiste man Richtung Seengen, bezog den Festwagen und stellte fest: Es war heiss. Sehr heiss. Über 33 Grad heiss. Sonnencreme wäre naheliegend gewesen, wurde aber auf ausdrückliche Anweisung des OT verboten – denn bei den Partnerteilen wäre man sonst buchstäblich aneinander abgerutscht. Frisch frisiert (immerhin das) ging es zum Wettkampf. Dabei wurden sämtlichen Personen mit einer Haarlänge ab den Schultern geflochten (d.h. inklusive Pascal, wo viele das erste Mal seine Ohren gesehen haben.)

Zuerst das Bodenprogramm, dann das Sprungprogramm. Beim Sprung stellte sich heraus, dass man noch schneller rennt mit viel Magnesium auf dem Boden. Den Abschluss bildete der erste Auftritt in der Pendelstafette. Die Noten: 8.54 im Boden, 8.55 im Sprung (ausnahmsweise besser als der Boden, was für Gesprächsstoff sorgte) und 8.17 in der Stafette. Gesamtnote 25.26, Rang 15 von 27 Vereinen im 3-teiligen Vereinswettkampf in der 2. Division.

Dann begann der zweite, nicht minder anspruchsvolle Teil des Tages. Zurück am Wagen stiess man mit Soft- und Hopfengetränken auf die turnerischen Leistungen an. Mike und Julian übernahmen dabei die neue Turnfesttradition: die stundenlange, geduldige Suche nach Julians Handy (Spoiler: Das mal hat er es immerhin nicht im Genfersee versenkt, jedoch Fäbus Sporttasche ist auch kein geeigneter Ort, um das Ding wieder zu finden).

Nach einem Mittagessen - das man bei 33 Grad eher überlebte als genoss - zog die Gruppe zum Hallwilersee. Im Männerbad wartete die ersehnte Abkühlung – und neue Herausforderungen für die Balance. Wer nicht auf den Algen im Wasser ausrutschte, hatte gute Chancen, wie Ana vor versammelter Mannschaft auf dem Steg zu landen.

Nach einem taktischen Powernap und einer Dusche, deren Notwendigkeit intern diskutiert wurde, machte man das Festgelände unsicher: Tische wurden erklimmt, beim Unterhosenrennen lautstark mitgefiebert und die Turnfestkasse mit bemerkenswerter Hingabe gesponsert.

Die Nacht verlief kurzweilig. Die Organisatoren hatten den Festwagen so nah an der Bühne platziert, dass die Schlafenden bis in den frühen Morgen mit Livemusik begleitet wurden – ein Service, den man ungefragt, aber grosszügig erhielt. Dies wurde grosszügigerweise nach den Festaktivitäten von den Musikanlagen anderer Vereine abgelöst. Die Schlafplätze im Wagen wurden rege belegt; wer zu lange gefeiert hatte, fand sich auf der Festbank oder darunter wieder. Julian hingegen traf eine bewusste Entscheidung: Eine Schlafmatte mitnehmen sei «unnötig», das Feld passe auch. Um 02:00 Uhr morgens beschloss er dann, sich schlafen zu legen – schliesslich musste er um 05:00 Uhr aufstehen, da er am Sonntag arbeitete. Logisch.

Nach einer kurzen Nacht, ein paar Gipfeli und einer schnellen Packrunde besuchte man noch die Schlussfeier – heiss und lang, aber das gehört halt dazu. Dann hiess es: Extrabus, Heimreise, Wagen abbauen. Letzteres erledigte man in Rekordzeit, und der Wagen wurde dankenswerterweise von Simon nicht nur am Donnerstag hingefahren, sondern am Sonntag auch wieder zurück. Danke Dani für die zur Verfügung stellen des Anhängers.

Müde, etwas Sonnenbrand und reich an Erinnerungen kehrte die Aktivriege nach Hause zurück. Bis zum nächsten Jahr.